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26.06.2011.
Unser Besuch in der Klinik Lübeck.
Die Fähigkeit Mitleid zu empfinden ist eine sehr wichtige menschliche Eigenschaft. Zum Glück fehlt es den Stiftungsträgern der United Power for the Children und all denen, die uns im Laufe der Jahre unterstützt haben, nicht daran.
Trotz der alltäglichen Probleme und Sorgen finden diese Menschen nicht nur die Zeit, jemandem der in Not ist zu helfen, sondern auch die Möglichkeit, ihre Schützlinge persönlich zu besuchen und den Eltern der Kinder eine moralische Unterstützung zu geben.

„Die Entscheidung, Dima Makarov zu besuchen – eines der Kinder, die unsere Organisation unterstützt und für die wir alle fieberten und uns Sorgen machten – kam spontan an meinem Geburtstag,- erklärt Olga Lewalder. „Leider konnten nicht alle in die Lübecker Klinik  mitfahren. Aber telefonisch fragten nach Dimas Zustand alle, die sein Schicksal aufmerksam beobachteten und ihm halfen. Trotz der Entfernung von 240 km und eines Staus auf der Autobahn verflog die Zeit sehr schnell und wir kamen mit einer unwesentlichen Verspätung in der Lübecker Klinik an. Die Familie Makarov hat sich über unseren Besuch richtig gefreut und Dima schaute uns mit seinen himmelblauen Augen an, voll von Hoffnung auf eine glückliche Kindheit. In solchen Momenten bereut man, dass man keine Fee ist und keinen Zauberstock hat, mit dessen Schwung man alle unglücklichen Kinder auf einmal glücklich machen könnte...
Wir wurden zum Haus „Ronald McDonald“ geführt, wo die Familien mit den kranken Kindern wohnen und welches nicht weit vom Hauptgebäude liegt, und bekamen erst einmal einen heißen Cappuccino serviert. Dazzu wurde das russische Lebkuchen-Gebäck „prjaniki“ gereicht.
Während wir uns mit Dimas Mutter Oxana unterhielten, sprang der Kleine lebhaft auf  Papas Schoß und ließ sich sogar vom Onkel Andrej übernehmen (Andrej ist unser Helfer und Ehemann von der UPC-Koordinatorin Ludmila Gaubitz). Ich muss schon sagen, dass der Tumor wesentlich kleiner geworden ist und laut Dr. Kaiser hat das Kind dank den rechtzeitig eingeleiteten Maßnahmen und der Behandlung gute Chancen auf eine glückliche Kindheit und ein gesundes Leben.
Dima fühlt sich wohl, isst gut, schläft gut und geht im Kinderwagen spazieren. Wir hoffen alle, dass dieser süße und lebhafte Junge aus Rybinsk Glück haben und gesund werden wird. Wir werden unsrerseits alles Mögliche tun, damit es zumindest einigen kranken Kindern auf dieser Welt ein bisschen besser gehen kann. Der Teddybär „Dima“, den wir Dima geschenkt haben, soll ihn daran erinnern, dass es doch ganz viele warmherzige und hilfsbereite Menschen gibt, dank denen das Unmögliche möglich wird.
Die Eltern von Dima Oxana und Sergej danken ganz herzlich allen, die sich seines Schicksals angenommen haben: „Unsere Kräfte würden nicht ausreichen dies alles, ohne die Hilfe der lieben Menschen, denen wir vom ganzen Herzen danken und vor denen wir uns in Dankbarkeit tief verbeugen, zu schaffen. Gott segne eure Familien und beschütze sie von dem Bösen. Glaubt an Wunder – es gibt sie. Wenn wir nicht daran glauben, dann kann niemand unseren Kindern eine Hoffnung auf Genesung geben. Unser Mitgefühl und der tiefe Glaube sind der Weg zum Gesundwerden, und dies ist ein Leidensweg. Aber er loht sich um des normalen Alltages, gemeinsamer Mahlzeiten und kleiner Familienfeste willen!“
Dima Makarov stehen noch einige therapeutische Behandlungen in Deutschland bevor. Aktuelle Infos dazu finden auf unserer Webseite.